Sutor-Preis 2019 für Prof. em. Ulrich Sarcinelli

Verleihung des Sutor-Preises 2019 auf dem Hambacher Schloss 

(v.l.n.r.: Josef Schreiber, Bernhard Kukatzki, Ullrich Sarcinelli, Heiko Stahl, Stefan Fölker, Michael Sauer ; Foto: Joshua Hausen, DVPB Rheinland-Pfalz)

Am 12. Juni fand die Verleihung des dritten „Bernhard-Sutor-Preises für besondere Verdienste um die Politische Bildung in Rheinland-Pfalz“ im Festsaal des Hambacher Schlosses (Neustadt a.d. Weinstraße) statt. Neben Mitgliedern des Landesverbandes waren Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Medien, Kultur und Kirche anwesend. Der Preis wird gemeinsam mit der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz und mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung an natürliche oder juristische Personen vergeben, die sich in besonderem Maße um die Politische Bildung im Bundesland verdient gemacht haben.

Dritter Preisträger ist nach dem Namensgeber Prof. em. Dr. Bernhard Sutor (2015) und Prof. Hans Buchheim (2016) der Landauer Politikwissenschaftler Prof. em. Dr. Ulrich Sarcinelli, der neben seiner wissenschaftlichen Laufbahn in verschiedenen Funktionen der Bildungs- und Hochschullandschaft in Rheinland-Pfalz sehr aktiv und auch lange Zeit Mitglied in der rheinland-pfälzischen DVPB war. Mit der Auszeichnung wird das langjährige berufliche und private Engagement des Politikwissenschaftlers auf Landesebene gewürdigt.

Die rund zweistündige Feierstunde bot ein kurzweiliges Programm und interessante Redebeiträge. Nach der Einführung durch Michael Sauer (DVPB Rheinland-Pfalz) und den Grußworten von Bernhard Kukatzki (Direktor Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz) und Heiko Stahl (Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz), der als Vertreter des Staatssekretärs Beckmann fungierte, gaben insbesondere die beiden Laudatoren, Hon.-Prof. Dr. Gerd Mielke (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) und Dr. Thomas Simon (DVPB Rheinland-Pfalz, ehemaliger Landes- und stellv. Bundesvorsitzender), einen beruflichen wie privaten Einblick in das Wirken des Preisträgers. Herr Mielke würdigte den Preisträger als „begnadeten Netzwerker und guten Manager“, der neben seinen wissenschaftlichen Fähigkeiten ein organisatorisches Talent besitze. Er plädierte dafür, „Herrn Sarcinelli auf keinen Fall im Ruhestand zu belassen.“ Herr Simon verdeutlichte die Fülle an wissenschaftlichen Beiträgen des Preisträgers und pries das Buch „Politische Kommunikation in Deutschland. Medien und Politikvermittlung im demokratischen System“ als das Standardwerk auf diesem Forschungsgebiet, welches in universitären Kreisen als „Der Sarcinelli“ bekannt sei. Auch der Bundesvorsitzende der DVPB, Prof. Dr. Tonio Oeftering (Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg), würdigte in einem zugesendeten Grußwort den Preisträger, der ihm „vor allem […] als ein Autor [bekannt sei], dessen Werke mich während meines Studiums begleitet und bereichert haben.“

Das Grußwort von Prof. Bernhard Sutor, der kurzfristig krankheitsbedingt absagen musste, verlas in seinem Namen Josef Schreiber (ehemaliger DVPB-Landesvorsitzender). Sutor sagte darin, dass er „mit großer Freude und mit innerer Zustimmung […] die Nachricht entgegen[nahm], dass […] Herr Sarcinelli in diesem Jahr den nach [ihm] benannten Preis für Politische Bildung erh[ält].“ Sarcinelli habe „mit seinen ebenso breit angelegten und tiefbohrenden Forschungen im gesamten Feld medialer Kommunikation immer unmittelbar an den Grundlagen und an den Bedingungen politischer Bildung gearbeitet; […] das zu erkennen Voraussetzung politischer Urteilsbildung ist.“

 

Im Anschluss dankte Ulrich Sarcinelli allen WeggefährtInnen seiner wissenschaftlichen Laufbahn für ihre Unterstützung, aber vor allem seiner Familie für deren Verständnis, „die auch mal längere Zeit auf den Ehemann und Vater verzichten musste“. In unterhaltsamer Weise berichtete er zwei Anekdoten über das Zusammentreffen mit den vorherigen Preisträgern. In Zukunft möchte er sich „mehr den Enkelkindern und Kindern widmen“ sowie die vierte Auflage des von Herrn Simon geadelten Werkes herausbringen, wenn er einen jungen Co-Autor findet, der die politische Kommunikation in den neuen Sozialen Medien untersucht, denn „er selbst besitze kein Facebook“. So wusste er auch nichts vom ersten Kommentar auf der Facebook-Seite der Landeszentrale für Politische Bildung, auf der eine Leserin die Auswahl des Preisträgers kommentierte: „Genial, dieser Mann.“ 

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung, die federführend von Stefan Fölker (stellv. Landesvorsitzender) organisiert wurde, vom IC-Quartett des Carl-Bosch-Gymnasiums Ludwigshafen, deren virtuose Darbietungen aus der Welt der Klassik sowohl dem Preisträger als auch den Gästen sehr zur Freude gereichte. Im Anschluss kam es bei einem Glas Wein zu vielen guten Gesprächen, die den Abend abrundeten. Insgesamt war es ein gelungener Festakt, den alle Anwesenden in guter Erinnerung behalten werden.

Sutor-Preis 2016 für Prof. Hans Buchheim

Der Landesverband der DVPB verlieh den Bernard-Sutor-Preis für besondere Verdienste um die Politische Bildung in Rheinland-Pfalz an Prof. Hans Buchheim. An der nichtöffentlichen Preisübergabe nahmen unter anderem der geschäftsführende Vorstand der DVPB, der Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann sowie der Namensträger des Preises, Prof. Bernhard Sutor, teil.

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DVPB Landesverband

Michael Sauer

Landesvorsitzender

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